Matthias Seestern-Pauly

„Freiwilligendienste endlich attraktiver und unbürokratischer machen“

Zur Debatte um die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht äußert sich der Kinder- und Jugendpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Matthias Seestern-Pauly: „Die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht damit verkaufen zu wollen, dass hierdurch mehr junge Menschen für ein soziales Jahr verpflichtet werden können, entbehrt jedweder Grundlage. Statt eine solche Sommerlochdebatte mit Blick auf zwei anstehende Landtagswahlen vom Zaun zu brechen, sollte konsequent daran gearbeitet werden, wie mehr junge Leute für Freiwilligendienste begeistert werden können.“

In den vergangenen Tagen ist erneut die Debatte um die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht aufgekommen – unter anderem dadurch begründet, auf diese Weise mehr junge Menschen für ein soziales Jahr verpflichten zu können. Die Freien Demokraten haben hierzu eine klare Position: Eine allgemeine Dienstpflicht widerspricht der Selbstbestimmung junger Menschen, sie ist rechtswidrig und nicht zu finanzieren. Die Diskussion hierüber ist absurd.

„Anstatt überflüssige Showdebatten zur allgemeinen Dienstpflicht zu führen, die eh nicht kommen wird, sollten tatsächliche Lösungen erarbeitet werden, damit sich wieder mehr junge Menschen aus freien Stücken für ein soziales Jahr entscheiden“, so Seestern-Pauly. Hierfür ist es entscheidend, dass bürokratische Hürden abgebaut werden und der Dienst insgesamt attraktiver ausgestaltet wird. Denkbar ist zudem eine Zusammenlegung der bisherigen Freiwilligendienste, um die finanziellen Mittel effizienter einzusetzen.

Wichtig sei zudem, dass die jungen Menschen keinesfalls ein Ersatz für fehlendes, qualifiziertes Personal im Pflegebereich sein dürfen. „Es ist zwar ein naheliegender Gedanke, hier junge Leute einzusetzen. Dies kann aber nicht der richtige Weg sein, um die seit Jahren von der GroKo verschlafenen Reformen auszubaden“, so Seestern-Pauly abschließend.